Schleimhauttransplantation & Bindegewebetransplantation

Die Mundschleimhaut, auch Gingiva vom Fachmann genannt, ist ein wichtiger Bestandteil des Gebisses. Zum einen gewährleistet sie eine Stabilität des Zahnhalteapparates und zum anderen trägt sie sehr zur Ästhetik von Ober- und Unterkiefer bei. Leider gibt es aber eine Vielzahl von Patienten, bei denen Schädigungen an der Schleimhaut festgestellt werden. Diese entstehen meist durch Kieferorthopädische Behandlungen, falsches oder zu extremes Zähneputzen sowie durch Zähneknirschen und zu starkes zusammenpressen der Zähne.

Wann wird eine Schleimhaut- bzw. Bindegewebetransplantation durchgeführt?

Ist die Mundschleimhaut zu stark geschädigt, führt das zu Temperaturempfindlichkeiten des betroffenen Zahnes und einer starken Sensibilisierung auf die Geschmäcker süß und sauer. Gleichsam ist auch der ästhetische Aspekt nicht zu vernachlässigen, wenn ein Lachen durch zurückgebildete Mundschleimhaut einen unschönen Anblick liefert. In der modernen Zahnheilkunde gibt es jedoch glücklicherweise heute die Möglichkeit einer Schleimhaut- bzw. Bindegewebetransplantation, die fachlich auch Rezessionsdeckung genannt wird.

Ablauf der Schleimhaut-/Bindegewebetransplantation

Eigens hierfür in Oralchirurgie ausgebildete Zahnärzte entnehmen bei dieser Art der Behandlung das Präparat aus dem Gaumen oder von der Gingiva eines gesunden, benachbarten Zahnes. Wird das Gewebe aus dem Gaumen entnommen, so wird die entstandene Wunde mit einer Gaumenplatte abgedeckt, sodass die Wunde störungsfrei abheilen kann. Bei der Entnahme von Gewebe an einem gesunden Nachbarzahn wird die Wundheilung durch Auftragen von speziellen Medikamenten erreicht. Im Allgemeinen ist eine Einheilung recht zügig und komplikationslos. Das Einsetzen des Transplantates ist ebenso auf verschiedene Weise möglich.

Man kann einen sogenannten Verschiebelappen am gesunden Nachbarzahn heraus präparieren und diesen in einer speziellen Technik um den frei liegenden Zahnhals legen. Dieser wird dann mit Nähten an der entsprechenden Stelle fixiert. Wichtig hierbei ist es, dass das Zahnfleisch eine Breite von mindestens 3mm aufweist. Bei der anderen Methode einer Rezessionsdeckung, in der Gewebe aus dem Gaumen entnommen wird, legt der Operateur das Transplantat ebenfalls auf die frei stehenden Zahnhälse und fixiert sie mit feinen Nähten, die sich in aller Regel nach einigen Tagen von selbst auflösen. Wichtig für eine stabile Einheilung nach einer Schleimhauttransplantation ist eine gute Durchblutung der Mundhöhle.

Bei Oralchirurgen gilt dieser Eingriff mittlerweile als Routine-Eingriff, jedoch sollte sich der Patient im Vorfeld genau erkundigen, welcher Zahnarzt nachweislich über eine oralchirurgische Ausbildung und ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt. In unserer Praxis erwartet Sie neben einer hochmodernen technischen Ausstattung genau dieses Fachwissen und ein hohes Maß an Präzision sowie Erfahrung innerhalb der Durchführung von Schleimhauttransplantationen. Ob die Kosten hierfür von den Krankenkassen übernommen werden, hängt von der medizinischen Notwendigkeit ab. Wird eine Rezession aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt, so muss der Patient diese Behandlung in Eigenleistung tragen.

Haben Sie freiliegende Zahnhälse und möchten mehr über die Möglichkeiten in unserer Praxis erfahren?

Gerne beraten wir Sie persönlich zu einer Rezessionsdeckung durch Schleimhaut- bzw. Bindegewebetransplantation. Vereinbaren Sie hierzu unter 04171 – 60 40 60 einen Termin in unserer Praxis. Wir freuen uns auf Sie.